Mittwoch, 4. August 2010

Stellvertreter-Wut

Wütend sein. Was für Andere eine ganz natürliche Reaktion auf ungerechtes Verhalten ist, war für mich immer schwierig. Vorwürfe und Zickereien Anderer haben mich traurig und hilflos gemacht, dafür gesorgt, dass ich mich zurückgezogen habe.
Doch so ganz langsam ändert sich das. Die Erkenntnis: Wenn jemandem etwas nicht passt, bin nicht automatisch ich schuld. Nein, gar nicht so selten ist es einfach sein Problem. Und das lasse ich nicht mehr auf mich abwälzen.
Als ich einer Freundin von den Telefon-Vorwürfen erzählte, wurde sie sauer. Über das Verhalten der Anderen mir gegenüber. Ihre Wut neben meiner Wut.

Aus der Stellvertreter-Wut ist Solidaritäts-Wut geworden.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Früher, schneller, weiter

„Du hättest dich ruhig mal früher melden können!“, sagte sie am Telefon zu mir. Es ist schon das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass ich das so oder so ähnlich zu hören bekomme.
Entschuldigung, auch ich habe ein Leben. Ein zuweilen sogar ziemlich anstrengendes. Auch ich brauche manchmal jemanden, der mir zuhört. Bei dem ich mich anlehnen kann. Und auch ich will ab und zu einfach meine Ruhe. Was ich dagegen überhaupt nicht gebrauchen kann, sind Vorwürfe.
Mein verbaler Gegenangriff machte sie erstmal sprachlos. Schlecht für sie, dass ich grade in meiner „ich-erkämpf-mir-meinen-Freiraum“-Phase bin und auch meine Hormone in Kampfbereitschaft sind.
Aber gut für mich.

Dienstag, 6. Juli 2010

Singin' in the rain

Eingegangen wie eine Pflanze. Zumindest fast. Jede Bewegung ist furchtbar anstrengend. Die Dachwohnung verflucht. Hier steht die Luft.

Gestern war es dann so weit. Der Regengott hatte ein Einsehen und hat die Schleusen geöffnet. Mariuca, der heimliche Romantiker und sein Bruder schnappten sich ihren Tequila und rannten die Treppen runter. Drei triefend glückliche Gestalten auf der Straße. Kühles Nass auf der Haut. So lässt es sich aushalten!

Mittwoch, 23. Juni 2010

Unter Strom

"Jeden Moment ist es soweit"? - von wegen! Geschlagene 3 Stunden warte ich jetzt schon darauf, jemandem endlich mal ordentlich die Meinung zu sagen. Quälend zähe drei Stunden, in denen ich gedacht habe, dass es gleich an der Tür klingelt. Oder zumindest ein "sorry, Verspätung"-Anruf kommt. Nix da. Sogar die Information, wie lange ich denn noch warten muss, darf ich mir selbst holen.
Wenigstens weiß der "Feind" jetzt offiziell, dass er mich gereizt hat.

Auf der Lauer

Der „Feind“ bewegt sich auf die Ziellinie zu. Er ahnt nicht, was ihn erwartet. Ich weiß es.
In Lauerstellung sitze ich auf dem Bett. Angespannt bis in die letzte Sehne meines Körpers. Jeden Moment kann es soweit sein.
Es wird ein Kraftakt. Ein Befreiungsschlag. Das hoffe ich zumindest.

Jetzt heißt es warten. Nochmal allen Mut zusammen nehmen und dann auf ins Gefecht!
Hatte ich erwähnt, dass mir schlecht ist?

Dienstag, 22. Juni 2010

Der Platz im Leben

Es war einmal eine Frau, die Jedem in der U-Bahn ihren Platz anbot: Älteren Menschen, Schwangeren, kleinen Kindern, Mittzwanzigern, Profisportlern, … Einfach allen. Kein Problem, sagte sie. Ich stehe gern. Das macht mir nichts aus. Auch wenn es ihr selbst nicht gut ging, sie sich kaum auf den Beinen halten konnte, trat sie immer einen Schritt zurück und hielt sich an der Stange fest.
Eigentlich war sie selbst schuld. Keiner konnte ahnen, dass die Frau selbst wackelig auf ihren Beinen stand. Alle sahen nur eine junge, gesunde Frau, die lächelte und für die die Welt in Ordnung zu sein schien.
Wie die Geschichte endet? Entweder lernt die junge Frau, auch mal sitzen zu bleiben oder alle Anderen sitzen glücklich bis an ihr Lebensende.

Samstag, 19. Juni 2010

Seeblick

Oh mann... Wie nah am Wasser gebaut kann man eigentlich sein?! Mittags noch Tränen gelacht - mit zugegeben etwas hysterischen Ansätzen, die ich mal auf Schlafmangel zurückführe, abends mit feuchten Augen und Kloß im Hals ne Liebeskomödie geschaut.
Ja, richtig: Eine Komödie. Nix Drama. ;-)

Mittwoch, 16. Juni 2010

Geschwisterliebe

„Weißt du was? In der Schule gebe ich mit dir an!“, sagte er ganz unvermittelt am Telefon. Die Worte schlängelten sich süßlich durch die Leitung bis in Mariucas Ohr und ihr wurde ganz warm ums Herz.
Kleine Brüder sind was Tolles! :-)

Freitag, 7. Mai 2010

Schöne neue Arbeitswelt

Heute auf dem Weg zur Arbeit – beim Belauschen eines Telefonats:
„Hans… Du weißt, ich bin dein Angestellter… dein Untergebener… dein Sklave…“

Zum Glück hatte „der Untergebene“ dann doch einen leicht ironischen Tonfall… ;-)

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;-) freu mich für dich - und schonmal ganz vorsichtig...
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weiß schon, worauf...
weiß schon, worauf du anspielst. *gg und der...
Nberlin - 9. Okt, 14:13
also, bei DEM video...
... hättste uns aber vorwarnen können! ;-)...
Nberlin - 9. Okt, 13:46
besonders, weil blut...
besonders, weil blut die haie erst recht anzieht......
Nberlin - 29. Jul, 22:15
mir auch. ;-) und sonst...
mir auch. ;-) und sonst bin ich die letzte, die das...
mariuca - 6. Jul, 13:14

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